Mundart

In Wahlschied spricht der Mann von seiner Frau: "Meins", die Frau sagt vom Mann: "Meiner", der Schwiegersohn ist hier der "Dochtermann", der Schwager der "Schwoer", der Vater der "Babbe", die Schwiegereltern sind die "Schwierleit", ein alter Mann ist "de Alt" und die Paten sind "de Padd un die Good".

Die fleißigen Wahlschieder Bürger sagen zur Arbeit Ärwet, zu einem Tollpatsch Dermel, vorsichtig sein heißt dußma, eine Beule ist ein Bawa, viel Geschwätz machen bedeutet brulljes machen, ein beliebter Wahlschieder Schimpfname ist der Flatschnikel, unsere Hühner sind us Hinkle, eine Unebenheit ist ein Huwel, ein Splitter ist ein Schliwwer, eine Kruste ist eine Korschd, Bratkartoffel sind die Kärschdjer, drübes Wasser ist hier druddelich, der Nachbar ist der Nochber, wer raucht der flubbt.

Alte überlieferte und noch oft gebrauchte Redensarten:

Wat hamer dene gud geschwart, mer han dem gän for die wärm. Wat han ich do a huddel gehat. Geh do eriwwer, sonscht tapp ich dir in die Bux. Heit räänts widder wie es Schwein. Die do Schnawwel, heit han mer wirrer e werrer draus, do komma noch kä Hun nausjäe.
Der Jakob heißt in Wahlschied Jäb, Nikolaus Nickel, der Peter ist der Pit, der Mathias der Matz, der Georg der Schorch, die Katharina die Katt, es Berwel ist die Barbara und der August der Aule.

Ein Wahlschieder bestellte sich vor 50 Jahren in einem Saarbrücker Lokal Kartoffeln, Rotkraut und Rouladen. Als er alles auf den Tisch gestellt bekam, sagte er:"Aber Freilein, ich han doch Rotkraut bestellt. Ei Freilein, dat is jo Blokappes, dene krien ich dehemm immer!

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