Den Finken hinterher

Der Wahlschieder Kindergarten "Spatzennest" wanderte durch die Natur

Erschienen: 05.04.2006 / SZ / KOE_LOK / BLOK16_5
von SZ-Mitarbeiterin
Nina Loncar

Keine Angst vor schlechtem Wetter: Die muntere Schar des Wahlschieder Kindergartens "Spatzennest" war von dem Spaziergang mit Vogelkenner Gerd Bender begeistert.

Wahlschied. "Guck mal, mein Schirm. Der sieht aus wie ein Frosch", ruft einer der Jungs des "Spatzennestes", des evangelischen Kindergartens in Wahlschied. Die 27 Mädchen und Jungen sind aufgeregt. Hurtig werden Stiefel angezogen, Regenjacken und Mützen übergestülpt: Denn die Mädchen und Buben machen sich mit ihren Erzieherinnen, darunter auch Kindergartenleiterin Ulrike Dörr, heute auf zu einem ganz besonderen Spaziergang: Gemeinsam mit Gerd Bender vom Vogelzucht- und Schutzverein Wahlschied marschieren sie durch den Langgarten, über den Ernst-Braun-Gedächtnis-Pfad, bis hinunter zum Schaukasten an der Sparkasse.
Dort dürfen sie ihr selbst gestaltetes Plakat "Frühling im Spatzennest" aufhängen. Auf blauem Grund, der den blauen Frühlings-Himmel darstellen soll, grüßt ein roter Marienkäfer, dessen Fühler munter in die Luft ragen.
Regen ist kein Hindernis
Zwar bläst draußen ein frischer Frühlingswind, wirbeln Regentropfen umher. Doch das macht der Rasselbande nichts aus: Munter stapfen alle über Stock und Stein. Selbst die "Kleinen", die noch keine zwei Jahre alt sind, laufen problemlos mit, etwa Kai Keßler, 1 3/4 Jahr alt, der ganz gespannt unter der blauen Zipfelmütze hervorlugt.
Ulrike Dörr: "Wir sind mit den Kindern ganz oft draußen, haben etwa im Wald am Teufelsberg einen eigenen Waldplatz angelegt, wo wir rasten können." Der sechsjährige Frederik fügt hinzu: "Dort haben wir auch ein Waldsofa aus Ästen und so gebaut." "Und gespielt haben wir da", berichtet Johannes, ebenfalls sechs.
Marie, fünf, und Nils, sechs, erinnern sich daran, "dass wir da auch gesungen haben" und Emily, vier Jahre alt, erzählt, dass auch die Eltern und die Hunde der einzelnen Familien schon einmal mit dorthin durften. "Es ist richtig schön im Wald", ergänzt Philipp, sechs Jahre alt. Eine "wirklich naturnahe Sache", erzählt Kindergartenleiterin Ulrike Dörr, seien die Hühnerküken gewesen, die im eigenen Außengehege zur Welt kamen.
Künftig möchte der Vogelzucht- und Schutzverein mit den Kindern in einige weitere Naturerlebnis-Projekte einsteigen. "Zum Beispiel planen wir, mit den Kindern Vogelwanderungen oder Ähnliches zu machen, damit sie unsere Gartenvögel kennen lernen", schildert Bender. Auch Ulrike Dörr findet es gut, dass die Mädchen und Jungen nun durch die Mitglieder des Vogelzucht- und Schutzvereins etwa Sperling, Star, Buchfink, Amsel, Meise, Elster oder Mauersegler kennen lernen. Und außerdem darf der Kindergarten nun selbst per Schlüssel über den Schaukasten an der Sparkasse verfügen und damit stets selbst naturnah gestaltete Dinge darin ausstellen.

Die Kindergartenkinder vom "Spatzennest" in Wahlschied trotzen mit Regenkleidung dem Wetter.
Foto: SZ/Kindergarten

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